Technik

Was bedeutet der TDS-Wert?

Welches ist besser?

6 min Lesezeit Januar 2026 dirconi Team
TDS-Wert Messgerät und Wasserqualität

Der TDS-Wert ist ein Orientierungswert, der hilft, Wasser grob einzuordnen. Er ersetzt jedoch keine chemische oder mikrobiologische Analyse.

Was ist TDS?

TDS steht für „Total Dissolved Solids" – auf Deutsch: gesamt gelöste Feststoffe.

Der TDS-Wert gibt an, wie viele gelöste Stoffe sich insgesamt im Wasser befinden. Er wird meist in Milligramm pro Liter (mg/L) oder ppm (parts per million) angegeben.

Ein TDS-Messgerät misst dabei nicht einzelne Stoffe, sondern die elektrische Leitfähigkeit des Wassers und errechnet daraus einen Summenwert.

Typische TDS-Werte verschiedener Wassertypen

WassertypTDS-Wert (mg/L / ppm)
Destilliertes Wasser0 – 10
Osmosewasser3 – 40
Quellwasserab ca. 30
Leitungswasser (Deutschland)100 – 500

Welche Stoffe beeinflussen den TDS-Wert?

Wichtig

Der TDS-Wert sagt nichts darüber aus, welche Stoffe enthalten sind, sondern nur wie viel insgesamt.

Was der TDS-Wert nicht aussagt

Ein häufiger Irrtum:

TDS zeigt nicht

  • Schadstoffe im Detail
  • Keime, Bakterien oder Viren
  • Unterschied zwischen „guten" und unerwünschten Stoffen

Für eine vollständige Beurteilung der Wasserqualität sind Laboranalysen entscheidend.

Fazit

Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, welche TDS-Werte für Trinkwasser optimal sind. Entscheidend bei der Filterung von Leitungswasser ist jedoch: Wir wissen nicht genau, welche gelösten Stoffe den TDS-Wert erhöhen und ob diese Stoffe für unsere Gesundheit unbedenklich sind.

Gut gefiltertes Osmosewasser mit niedrigem TDS-Wert reduziert die Menge unbekannter gelöster Stoffe und bietet eine sehr sichere Basis für den täglichen Trinkwassergenuss. Wenn gewünscht, kann das Wasser anschließend wieder gezielt mit Mineralien angereichert werden – mehr dazu in unserem Blog unter „Mineralien im Wasser".

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